Schafe, Insekten, Vögel und wir

Artenvielfalt ist ein umfangreiches Feld. Alles ist miteinander verkettet, Tausend winziger Zahnräder halten ein System am Laufen.

Das macht es natürlich schwierig, einzelne Entscheidungen oder Veränderungen in einem System beobachten und auf eine Ursache zurückführen zu können.

Trotzdem gibt es hin und wieder interessante Studien, vor allen Dingen grundsätzlicher Natur. Also Beweidung “ja oder nein”.

Dazu ist mir gerade etwas Interessantes untergekommen: Eine Studie aus dem Nationalpark Schwarzwald über Beweidung und Dungkäfer:

Untersuchungen aus England zeigen, dass ein etwa 600 Kilogramm schweres Rind mehr als elf Tonnen Dung im Laufe eines Jahres auf der Weidefläche liefert. Dieser Dung wird von etwa 120 Kilogramm Insektenlarven genutzt.

Zitat aus obigem Dokument

Und da kommen dann wieder die Vögel ins Spiel, die man hierzulande immer weniger hört. Es ist eben nicht damit getan, Hecken zu pflanzen, Spritzmittel zu verbieten und Hauskatzen des Mordes zu verdächtigen.

Weidetiere wie Schafe sind treiben einen Motor an, die Prozesse beschleunigen und intensivieren, die man so einfach gar nicht überblicken oder messen kann.

Zum Abschluss auch noch ein Wort zum leidigen Thema CO2-Bilanz: Solange Wiederkäuer von absolutem Grünland – Flächen, auf denen man nichts anders anbauen kann – leben und extensiv gehalten werden, können sie niemals schlecht für unser Klima sein.

Erst, wenn man Wiederkäuer von dort füttert, wo man auch für Menschen verwertbare Lebensmittel herstellen kann, könnte das Verhältnis kippen. Und wahrscheinlich nicht mal immer, denn auch diese Prozesse sind viel zu komplex, um eine so einfache Aussage treffen zu können.

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